Balance

Diese Inszenierung fand im Herbst 2022 im Treckerschuppen in Steinfurth statt.

Choreographie: Barbara Buck

Programm

 
Balance - szenisches Konzert
Echtzeitkomposition und Tanzperformance mit interaktiver Projektion
Projektentwicklung und Proben im Kulturhaus Steinfurth
Aufführungen im Treckerschuppen

Über den Inneren Frieden wird im allgemeinen im Zusammenhang mit persönlicher Entwicklung gesprochen. Unter dem Eindruck von Naturkatastrophen und Krieg stellt sich die Frage, wie wir Frieden und Balance auf den verschiedenen Ebenen des Lebens finden, auch in einem größeren Zusammenhang. Wie tragen wir persönlich zu gesellschaftlichem Frieden und sozialer Gerechtigkeit bei, erhalten Frieden und Gleichberechtigung zwischen den Ländern und kommen in die Balance zwischen Natur und Mensch auf der Erde.
Individuelle und gesellschaftliche Entwicklung bedingen sich gegenseitig, also auch die Eigenverantwortung für das was wir aus unserem Leben machen, welchen Raum wir anderen Menschen für ihre Entwicklung einräumen und wie wir Verhältnis zur Natur gestalten. In dem Projekt sollen die Fragen, wie wir ins Gleichgewicht kommen, wie wir es verlieren, was unseren Inneren Frieden stört oder ermöglicht, musikalisch und tänzerisch gestellt und beantwortet werden.

Sichtbar wird das in der Bühneninstallation, instabil und beweglich. Die Bühnenfläche kann aus der Horizontale zu einer Wand aufgeklappt werden.
Die Tänzerin Sophie hat einen wichtigen Teil ihrer erlernten und trainierten tänzerischen Ausdrucksmöglichkeiten durch eine Querschnittslähmung verloren. Sie sucht nach neuen Ausdrucksformen und Körpersprache ausserhalb der tänzerischen Traditionen, der eigenen Prägung und persönlichen Erfahrung.
Hängend, kletternd, wippend und tanzend nähert sie sich einer tänzerischen Balance.
Interaktive Projektionen mit animierten Grafiken geben innere und äussere Realität wieder.
Loslassen auf einer wackligen Bühnen, hin und hergerissen von Musik und Bildern findet und verliert die Tänzerin ihre Balance und findet sie wieder.
Es ist ein nicht endender individueller und gesellschaftlicher Prozess.
Aus anderen Projekte haben wir gelernt, wie gross das Interesse des Publikums an einem Austausch ist. Besonders bei Themen von denen jedermann betroffen und berührt ist.
In Pata Divono, der letzten Produktioz.B. haben wir unser Verhältnis zu Vergänglichkeit und Sterblichkeit thematisiert. In den Publikumsgesprächen konnten die Erfahrungen des abstrakten künstlerischen Prozesses, den Lebenserfahrungen des Publikums gegenübergestellt werden. Für beide Seite war das eine bereichernde Erfahrung.
Auch an die Aufführungen Balance werden sich solche Gespräche anschliessen. 

Mathias Bartoszewski - künstlerische Leitung und visuelles Konzept
Choreografie - Barbara Buck
Komposition Tanz - Fabian Suske
Elisa Bartoszewski - Orgel und Klavier
Lilly Paddags - Saxophon
Sophie Hauenherm - Tanz